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EDIT (von Jan Wagner)

Mühelos findet auf wenigen Seiten - kein Band der parasitenpresse besitzt mehr als vierzehn - das knappe Naturbild neben dem mitgeschriebenen, dem Fernseher abgelauschten medialen Geschnatter Platz. Dieses fließt auch in die Lyrik des Spoken Word Performers und Poesie-Aktivisten Stan Lafleur ein, wenn er die auf einen "fernsehfilm, rtl2" folgende Inhaltszusammenfassung, beziehungsweise Rezeption durch einen Zuschauer parodiert: "am schlusz kommt die lady als zombie wieder, voll absurd/ mit tierischen reiszzaehnen. & dann kommen die nachrichten/ & du merkst kein unterschied. & dann die boerse/ sachma, weiszt du eigentlich so genau, was da ablaeuft?/ an der boerse mein ich, mit dem geld". Lafleur, von dessen blumigem Namen man sich keinesfalls täuschen lassen sollte, betreibt eine bissige Aufklärung, die die bitterböse Pointe nicht scheut und es schafft, die Oberflächenreize der zeitgenössischen Konsum- und Vergnügungsgesellschaft mit Polemik und einer gehörigen Portion Sarkasmus zu durchdringen.


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